Bitte Loddar, mach es!

Wadenbeißer Lothar Matthäus tut seit 2001 so als wäre er Trainer. Angefangen bei Rapid Wien, die er auch prompt auf Platz 8 der Ösi BuLi schoss. Der schlechteste Tabellenplatz bis dato für den Wiener Verein. Danach gabs ein paar böse Worte und Loddar sah kein Geld mehr.

Nun ja, auf zum Balkan. Partizan Belgrad war für ihn eine glücklichere Wahl, denn durch gewisse Umstände führte er den Verein gleich zur Meisterschaft. Bei beiden Vereinen war er übrigens nur ein Jahr.

Länger, nämlich gleich zwei Jahre trainierte er die ungarische Nationalmannschaft. Genützt hat es nix, denn qualifiziert haben sich die Ungarn trotzdem nicht für die WM.

Glorreiche Stationen wie Borussia Banana (RTL II - “Sendung”) oder auch ein 30 tägiges Trainerengagement bei einem brasilianischen Kleinstadtverein komplettierten seine bis dato sowieso schon ruhmreiche Trainerlaufbahn.

Zur Zeit darf er in Salzburg dem Trapattoni ein bischen über die Schulter schauen. Die offizielle Bezeichnung lautet: Trainerassistent.

Alle Achtung.

Zurecht macht er sich nun Hoffnung ab der nächsten Saison Cheftrainer beim FC Bayern München zu werden. Mit diesen Credibilities im Rücken kann da eigentlich nichts mehr schief gehen. Klickertrigger wünscht viel Erfolg und beobachtet gern, wie sich der FCB allmählich in die Bedeutungslosigkeit schießt.

Menschen, Tiere, Sozialisationen

Gebe ich mich betont lässig um ihnen zu suggerieren ich sei einer von Ihnen? Vielleicht aber auch young urban & professional, mach ich also den Yuppie? Wahrscheinlich nicht, denn es sähe zu sehr danach aus als hätte ich es eigentlich gar nicht nötig und schwebe den halben Tag sowieso nur auf meiner “special k” Wolke umher. Bleibt noch das Modell “graue Maus”. Kein übertriebenes Auftreten, nett, aber nicht bestimmt. Äußerlich bloß kein Risiko eingehen. Was aber bleibt dann von mir hängen? Wahrscheinlich nichtmal der Name der jedem schon entfallen ist, sobald ich den Raum verlassen habe.

Ich kann gut mit Hunden, nach einem kurzen Moment der Beobachtung kennt man die wesentlichen Charakterzüge sowie Wesensmerkmale und weiß damit umzugehen. Deshalb mag ich Katzen eigentlich viel mehr. Sie geben sich nicht gleich komplett her. Es erfordert deutlich mehr Beobachtung, Beobachtung 2.0 könnte man sagen.

Trotz allem ist es eine Kunst, sich auf jede Situation so einzustellen als wäre sie der momentan bestmögliche Status Quo. Ist keine Katze zur Hand, tut es auch der Hund. Ganz nach dem Motto: “lieber den Hund in der Hand als die Katze auf dem Dach”. Genauso verhält es sich mit Sozialpartnern die nur zwei Beine zur Fortbewegung benötigen. Beobachtet man einen Moment, lässt sich auf eine Person ein und verfolgt Äußerungen und Gebärden aufmerksam, kommt man alsbald zu wichtigen Erkenntnissen. Mögen vs. nicht mögen. Geistige Höhenflüge vs. gedankliche Inkontinenz usw.

Natürlich ergibt sich dann für jemanden wie mich die Möglichkeit zu erkennen, wie man mit der soeben beobachteten Person umzugehen hat. Die anfangs genannten Kriterien für ein Vorstellungsgespräch zielen natürlich im Wesentlichen auf äußerliche Aspekte ab, die man vor Ort nicht mehr ändern kann. Da obliegt es meinem scharfen Verstand schon auf große Distanz zu überprüfen, für welche Möglichkeit ich mich entscheide.

Der Rest entscheidet sich dann durch Eier und Soft Skills.

Oder Vitamin B. Dafür reicht allerdings auch ein verschwommener Blick.

Vom Pragmatismus und Wellensittichen

Ich bin ein Kulturpragmatiker. Schau ich einen Film, kommen mir die Schauspieler zwar meistens bekannt vor, die Namen behalt ich aber fast nie. Habe ich einen Film gesehen, kann ich nach einer halben Stunde kaum noch Details wiedergeben. Auf Fragen wie “Der hat doch da und dort mitgespielt” reagiere ich meistens mit einem Achselzucken. Bei der Frage nach Regisseuren ist dann aber der Ofen gänzlich aus. Ich schau bei Filmen vor allem nach den Inhalten, dem Anspruch und nach meinen subjektiven Sympathien.
Gleiches Spiel bei Musik. Ich bin kein guter Songtext-Zuhörer. Für mich sind Dinge wie ein schöner Beat, eine tolle Gitarre oder ein richtig knackiger Synthi ausschlaggebend für meine Sympahiebekundungen einem bestimmten Song gegenüber. Soll da ruhig noch jemand vor sich hinbrabbeln. Mir ist das in sehr vielen Fällen egal. Die Texte kann ich sowieso nicht mitsingen weil ich sie mir einfach nicht gemerkt habe. Kann ich dann doch mal einen Song mitsingen ist das sicher durch das Wellensittichphänomen begründet. Tausend mal gehört, beim 1001 mal nachgeplappert.

Vielleicht begründet sich dadurch auch meine besondere Affinität zu elektronischer Musik? Unerschöpfliche Stilmittel die einen auch beim millionsten Song noch flashen können. Eine klar zu erkennende Funktionalität (Tanz gefälligst!) und keine oder kaum Texte die sich jemand wie ich sowieso nicht merken kann. Pragmat durch und durch. Und Musikfaschist. Eine Wahnsinnskombi.

CN04 probt den Aufstand

Protokoll einer fachbereichsfremden Prüfung:

10:30 2 Teile enthielt die heutige Prüfung (Steuerrecht, Arbeitsrecht)

Arbeitsrecht wurde als Multiple Choice angekündigt.

10:31 erster Aufreger: “Ihr sitzt kacke, setzt euch alle noch mal um und lasst ne Reihe frei”. Naja, man kennt das ja mittlerweile

10:32 zweiter Aufreger: beide Prüfungsteile sollten getrennt ausgegeben werden. Erster Teil 45 Minuten, dann alles einsammeln, dann der zweite Teil noch mal 45 Minuten.

10:33 dritter Aufreger: die Prüfungsbögen reichen nicht für alle. Ein paar sollten während der Prüfung noch nachgedruckt werden. (und was mach ich in der Zwischenzeit???)

10:34 vierter Aufreger: Arbeitsrecht ist nicht im Multiple Choice Stil. Entgültige Rebellion bei CN04W2. Nach kurzer Debatte einigte sich die komplette Seminargruppe den Arbeitsrechtteil zu boykotieren und, oh Wunder, der zuständige Prof fand es sogar ganz gut. Multiple Choice lässt sich halt auch einfacher kontrollieren ;) Die W1 schrieben unterdessen schon am Steuerrecht und ahnten noch nichts vom nahenden Unheil.

Dann mussten wir noch ca. 10 Minuten warten damit auch die restlichen Steuerrechtsprüfungen noch kopiert werden können, so dass wir wenigstens diesen Teil schreiben konnten.

Dann wurden die Prüfungen ausgeteilt und erschlugen uns förmlich. Eine Lache voller schwerer Fragen in einer Fülle, die für eine eigenständige 90 Minuten Prüfung gereicht hätte. Dementsprechend hat wohl auch niemand diesen Teil komplett lösen können. Wenn dann auch noch desöfteren der Prof mit Zwischenbemerkungen am Kopf des Raumes hantiert und um unsere Aufmerksamkeit fleht kann sich wohl jeder denke wo die Konzentration war.

J W D

Ein kleiner Fruspost im Affekt, ich spreche mich also von jeglicher Schuld frei.

Ach so. Arbeitsrecht schreiben wir morgen nach. 45 Minuten, Multiple Choice 10:30 Haus 2. Ihr seid alle herzlich eingeladen ;-)

alte Links, neu aufgerollt

Wir hören Musik. Wir spielen. Wir reden. Wir reden sogar sehr viel. Eigentlich die meiste Zeit. Gossip, Tratsch, belangloses und triviales Gewäsch. Gern auch mal tiefgründig und philosophisch, auch so können wir sein. Wir kochen den halben Tag, dann aber haute cuisine. Wir essen dann natürlich auch. Wir rauchen. Wir trinken. Wir baden uns schon mal in Selbstmitleid. Wir schauen Filme. Wir gehen zu Partys. Wir lassen nichts unversucht. Wir schlafen. Gern und viel. Wir lachen oft. Wenn nicht, dann streiten wir. Wir versuchen uns das Leben angenehm zu gestalten. Wir schaffen das auch, weil wir die Zeit genießen. Wir planen unsere Zukunft und wir planen unser Jetzt im Hier. Nur eins machen wir nicht. Lernen.

Warum? Neben den oben aufgeführten Tätigkeiten bleibt einfach keine Zeit mehr für derartige Belanglosigkeiten.