Gerücht - Ostern fällt aus!

ostern

deshalb.

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Angrillen made in Brandenburg

Heute: 9:45 Uhr

Ich betrete meinen Arbeitsplatz bei meinem Lieblingsradiosender des öffentlich rechtlichen Rundfunks in Berlin und Brandenburg. Von weitem umschwirrt mich bereits ein Geruch der an Sommer erinnert. An einen heißen Sommer mit viel Freizeit und noch mehr Sonne. Kurzum, es roch nach gegrilltem Fleisch.

Komisch, so kurz nachdem man aufgestanden ist schon den gewöhnunsbedürftigen Geruch von Fleisch um die Nase geprügelt zu bekommen. Was war aber der Grund? Ich weiß es bis jetzt nicht. Auf jeden Fall haben die Radiofritzen am Morgen zusammen mit den Beatsteaks direkt unter meinem Fenster gegrillt. Einige Kollegen wollten sterben vor Ekel, die anderen standen daneben, mit der Wurst in der Hand.

Alltagsfragen

Gibt es richtig guten Erdbeersaft und wo bekommt man den?

Warum geht speziell am Vormittag bei 99drei zur Zeit alles drunter und drüber? Wieso erscheinen die Nachrichtenschichten nicht, aka wieso sprechen sie keine Nachrichten zur rechten Zeit ein?

Warum sind die Medienstudenten in Mittweida scheinbar ihres Studiums überdrüssig? Billige Vorlesungen werden als unlösbares Problem dargestellt und die Projekte die man modulartig belegen kann, werden einfach ignoriert bzw. nur mit minimalem Aufwand betrieben? Warum studieren einige hier? Warum tu ich das?

Warum kommt mir die Musik meines Arbeitgebersenders so seicht vor? Warum habe ich sie besser in Erinnerung? Warum ist nicht mal Uffie im Sendesystem zu finden? ;)

Warum mag ich dann aber dieses Lied so sehr???

Gibt es heute noch mehr für mich zu tun als auf ein Telefon zu schauen?

Warum geht mir der Hype um Knut auf den Geist?

Bekomme ich morgen meinen TÜV?

Wird meine Steinschlag in der Scheibe evtl doch zum Versicherungsfall wenn ich einfach angebe, ein böser LKW hat den Steinschlag verursacht?

Wieso riecht es in meiner P- Wohnung so merkwürdig als wenn in irgend einer Ecke eine verwesende Katze versteckt liegt?

Wann werden Ostern üblicherweise die Eier versteckt? Karfreitag, Karsamstag, Karsonntag, Karmontag?

Was mache ich in einem halben Jahr und wo bin ich dann?

Warum vergesse ich soviele Trivialitäten?

Warum regen sich alle über Jürgen auf?

Und wie kann ich mich in Sachen Wortsport verbessern?

Warum ist die Zeit so ein kleines tückisches Miststück?

Hitzefrei für Brummifahrer

Grad kam ich von einer Sitzung wieder. Als ich zurück am Arbeitsplatz war bot sich mir ein merkwürdiges Bild. Ein sonst so vollgemenscheltes Großraumbüro sah aus wie ein Möbelhaus nach Ladenschluss. Nix los. Niemand da. Vom letzten verbliebenen Mohikaner vernahm ich dann dass heute alle das tolle Wetter nutzen wollen und schon gegangen sind.

Tolle Wurst. Ich kam heut leider massiv zu spät und muss deshalb Extraschichten schieben. Zu spät weil ich beim Tanken mein Portmonee nicht fand. Zu spät weil ich deshalb noch mal zurück nach Mittweida musste um es erfolglos zu suchen. Zu spät weil ich es dann in der letzten Taschenecke fand. Ärgerlich deshalb weil diese Tasche die ganze Zeit neben mir im Auto stand, eine Rückfahrt also überflüssig machte. Zu spät auch weil ich kurz nach meinem zweiten Aufbruch in einen Stau geriet und deshalb extreme Umwege auf mich nehmen musste. Zu spät zu guter letzt weil ich bei diversen Landstraßenfahrten genvert von LKW’s und Fahrschulautos einfach nicht voran kam.

Eins möchte ich an dieser Stelle klarstellen. Ich hasse LKW’s und deren Fahrer. Wie sie Landstraßen blockieren, Autobahnen in zwei Reihen belagern oder einfach nur zu laut durch geschlossene Ortschaften brettern.

Auf meiner Fahrt hatte ich genug Zeit darüber nachzudenken, wie das Leben ohne LKW’s wäre. Natürlich runtergebrochen auf meine eigenen Bedürfnisse. Mein Lieblingsdiscounter bekäme keine Lieferung mehr. Das fiel mir zuerst ein.

Und schon lächelte ich wieder in Richtung der rechten Autobahnspur und überlegte kurzzeitig auch, ob ich nicht mal freundlich winken solle.

Geschenke und gute taten

Ein ereignisreicher Tag. Grund zu bloggen. Kurz, sinnfrei (natürlich) und mit jeder Menge Softsoziopornotouch.

Geschenke gibts nun immer öfter. Heute durft ich mir drei Kästen Becks mitnehmen, was soll ich bitte damit machen??? *g* Shirts gibts nun auch en masse, irgendwann muss ich all die Berge mal fotografieren…

Außerdem hat mein Luftbett nun auch noch eine Pumpe bekommen. Immer praktisch sowas.

Was sonst? Shaking Hands mit den Fanta Vier, die heut zu Besuch waren? Na gut, nur zwei von ihnen, aber wayne…? Mein erstes Meeting mit jeder Menge Wortanteil meinerseits vielleicht? Vorschläge die angenommen wurden? Lob, was ich einheimsen durfte? Eine gute Tat vollbringen? Gerne doch! So geschehen mit den restlichen Aufpumpgästebetten, von denen ich auch eins abgegriffen habe. Die Treberhilfe hats genommen und sich gefreut. Schön wenn man helfen kann.

Freitag gehts nach MW. Wenn jemand am Freitag Abend von Potsdam nach Leipzig oder MW will. –> Meldung bei mir ;-)

Kurzinfos

Wie Prof. Müller heute in seinem Blog berichtet, wechselt Rik de Lisle zu R.SA. Ganz so euphorisch sehe ich diesen Wechsel allerdings nicht. Denn schließlich ist dieser Mann zu großen Teilen dafür verantwortlich, dass fast alle deutschen Privatsender heutzutage belanglos, trivial und austauschbar geworden sind. Musikalisch und vom geistigen Niveau her gleichgeschaltet daherkommen, ganz so, wie sich “der alte Ami” und seine Kollegen von “Alan Burns and Associates” das vorgestellt hatten. (?) Wie auch immer, willkommen in Sachsen, Herr de Lisle. Das Bundesland, welches in großem Maße ihren Stempel aufgedrückt bekam. Hier werden sie sich wohlfühlen.

Sonst? In einer Promoabteilung zu arbeiten macht schon Spaß. Es gibt immer etwas abzugreifen, zum Beipsiel Dinge die potentielle Werbekunden so da lassen oder Zeug, was von Promoaktionen übrig blieb. Angefangen bei Geschirr, über Unmengen von Taschen bis hin zu ganzen Betten, von denen ich mir heute eins mit nach Hause nehmen darf. Ob da nun Werbung draufsteht oder nicht, ist erstmal völlig irrelevant. Einem geschenkten Barsch schaut man schließlich nicht zwischen die Augen.

Stimmt, etwas fehlt noch. Bei meinem IKEA Küchenworkshop letzte Woche gab es auch noch unzählige Goodies. Angefangen vom IKEA Küchenkatalog, über eine ausgedruckte Version des PDF Kurses: “Küchen im Wandel der Zeit”, bis hin zu meiner eigenen 3D Küchenplanungssoftware. Sehr faszinierend, leider halt zu viel, so dass ich diese tollen Geschenke leider im Hausmüll auslagern musste.

Meine Butze in Potsdam hat nun mittlerweile ein Fernsehgerät. Es ist faszinierend, wieviele Lokalfernsehsender es hier in der Gegend gibt. Zig Berliner Sender die auf den ersten Blick recht professionell gemacht aussehen. Na gut, wenn man Mittelsachsen TV gewohnt ist, wirkt so ziemlich alles professionell. Aber auch bei Potsdam TV vermisst man Sachen wie die gute alte Bildschirmzeitung (nicht).

Der Meinungsführer

Ein netter Begriff hat heut mehrfach meinen Weg gekreutzt. “Opinion Leader”, übersetzt Meinungsführer. Der Axel Springer Verlag beschreibt so etwa die Zielgruppe seiner Zeitschrift Musikexpress.
*schnipp*
Diese Wechselwirkung zwischen Popkultur und Lifestyle spiegelt sich in einem Magazin, das kompetent das Musikgeschehen auf den Punkt bringt und frühzeitig relevante Strömungen weiterträgt. MUSIKEXPRESS ist das Magazin für die trendbewussten Opinion Leader unter den Musikfans.
*schnapp*
Was tut so ein Opinion Leader also? Er duldet nur seine eigene Meinung, ist dazu noch fähig sie auch noch anderen Lemmingen aufs Auge zu drücken. Quasi ein Multiplikator der sich mächtig cool vorkommt, dabei aber doch nur von Axel Springer benutzt wird, um Seinerseits als eigenständiger Lemming unter vielen (die Zeitschrift wird ja immerhin von ugf. 60 000 Opinion Leadern gelesen) die wirtschaftlichen Interessen des Magazins und natürlich auch des Verlages weiterzuverbreiten.
Geschickt eingefädelt.

Disconnected

Als hätte jemand den Stecker einfach aus der Steckdose gezogen. Komplett ohne Anbindung an die Außenwelt friste ich mein Dasein seit Montag. Die Appartements der Uni Potsdam sind zwar ganz nett und bieten wohnheimtechnisch  gesehen einen guten Standart. Jedoch hat man hier, inmitten des lichtdurchfluteten Parks in Babelsberg scheinbar noch nichts von einer Internetanbindung für den gemeinen Studenten gehört.

Seis drum, wenigstens Fernsehen liegt an. Blöd nur wenn man den Fernseher zu Hause gelassen hat. Gut, halb so wild. Fernsehen macht eh blöde. Da liest man zur Abwechslung mal lieber ein bischen. Aber, man wird es schon ahnen, Pustekuchen! Nichts zu lesen eingepackt. Bleibt als nur der Laptop mit ein paar fix zusammengesuchten Filmen die wohl bis zur Wochenmitte reichen werden.
Außerdem hab ich zwischen allen Dateien auch noch ein gutes Hörbuch gefunden. Wolfgang Borchert - Draußen vor der Tür. Dem Ein oder Anderem nicht ganz so bildungsfernen Menschen vielleicht aus alten Schulzeiten bekannt. Zusätzlich schmücken seit heute noch “intro”,”spiegel”, “goon” und “loop” meinen spärlichen Schreibtisch. Allesamt Zeitschriften, wovon ich allerdings die beiden letzten noch nicht kenne, jedoch ausgiebig Zeit finden werde mir eine Meinung zu bilden.
Gefunden habe ich diese Kleinode der Schreibkunst heute in einem Plattenladen in Kreuzberg, wo wir auch gleich beim Thema wären. Fritz und das Fritz Wohnstudio in Kreuzberg.
Im Auftrag meines Praktikumschefs wurde ich am Dienstag nach Kreuzberg beordert um mir mal ein Bild von dieser doch sehr erfrischenden Aktion bei Fritz zu machen. Bei dieser Aktion hat sich Fritz einen alten Laden in der Zossener Straße gemietet um daraus eine Art Wohnstudio zu schaffen. Alles in Allem geht es rund um das Wohnen 2007 und alles was dabei für die Fritz Zielgruppe relevant sein könnte. Am Dienstag gab es einen Küchenworkshop powered by swedish möbelpower. Neue WG Küche geplant? Originellere Einzelkochnische gefällig? Kein Problem für die kompetenten Damen von IKEA. Mit Bauklötzchen planen wie meine neue Küche mal aussehen soll. Ein Traum ging in Erfüllung.
Ansonsten habe ich die ersten Tage des Praktikums im Mutterschiff von Fritz verbracht. In Potsdam. Nach einer persönlichen Führung gestern ging es heute noch mal mitsamt einer Schulklasse durch die heiligen Hallen. Führungen sind bei Fritz scheinbar sehr beliebt. Ein Grund weshalb ich mich ab sofort darum kümmern darf, Führungen durch den Sender zu verabreden und zu planen. Eine Aufgabe von vielen versteht sich ;-) Die Arbeitszeiten sind human und es macht im großen und ganzen viel Spaß. Mit zwei Tagen Praxis gibts da leider noch nicht allzu viel zu berichten. Außerdem sind ja viele Dinge Interna. Psst und so ;-)
Mein Nabel zur Welt besteht aus meinem Rechner der sogar über Internet verfügt, man mag es kaum glauben. Tagsüber bin ich deshalb auch weiterhin online zu finden, wie sonst wäre sonst dieser Beitrag ins Netz gerutscht.

-Update- gestern im Shoppingwahn in Potsdam hab ich eine preiswerte Version von Oscar Wildes “Bildnis des Dorian Gray” erstanden. Fast verlerntes kommt zu neuen Ehren - das Lesen.

mi ketaminah, minah, minah, minahhhhhh - musikfaschismus

Wenn sich knarzende Klangteppiche und anschmiegsame Melodien die Klinke in die Hand geben kann man ziemlich sicher sein die richtige Musik zu hören. Die neue Compilation von BPitchControl zum Beispiel. Camping Vol.3 heißt das gute Stück und kann ab sofort überall käuflich erworben werden. Einmal mehr zeigt das Label von Ellen Allien seine enorme Bandbreite. Von Stücken die in ihrer Machart sehr old fashioned daherkommen über Tracks die schon fast experimentellen Dancehallcharakter haben bis hin zu sehr minimalen Stücken, so wie sie ja zur Zeit in aller Munde sind und aller Orten gehört werden. Eine Runde Sache, absolut empfehlenswert.

Anspieltipps:

Modeselektor feat. Ninjaman - Weed Wid Da Macka (Modeselektor Remix)

Jahcoozi - BLN
Heute abend gibt es die Scheibe schon mal zum reinlauschen. Eine Stunde lang hab ich die Compilation durch den Wolf gejagt und einen Mix drauß gebastelt. Ab 21 auf 99drei Radio Mittweida. Tune in here - 99drei>>>

Mein Run durchs Studium - die Rainbow WG

Nachdem ich im Sommer 2004 wieder in Mittweida angekommen war, hatte ich natürlich genügend Zeit mich nach einer neuen Bleibe umzusehen. Die Alcatraz Wohnung war zwar in Ordnung, da es eine der größeren Eckwohnungen war, trotz allem hatte ich keine Lust mehr auf das Alleinwohnen und strebte nach einer WG. Just zu dem Zeitpunkt hingen in der Mensa Zettel aus, auf der eine Wohnung direkt am Markt angepriesen wurde. Insgesamt vier Zimmer, alles neu, verträgliche Mieten, direkt vom Hausbesitzer vermietet.

So sah das aus am Anfang. Das Zimmer welches man auf dem zweiten Bild sieht wurde erst im Winter 2004 vermietet. In den anderen Zimmern wohnte ein uns gut bekannter 04er Medientechniker, ein 04er Wirtschaftsingenieur und meine Wenigkeit. Zur Rainbow WG wurde die Wohnung erst nachdem der Wirtschaftsingenieur auszog und das unvermietete Zimmer, in welches in der Zwischenzeit ein Spanier einzog, ebenfalls wieder leer wurde. Ins Spanierzimmer zog er und in das andere Zimmer die Elite.

Von nun an gab es kein Halten mehr. Sofas wurden angeschafft und die ersten Partys organisiert. Anfangs noch überschaubar, später dann irgendwann gab sich das willige Partyvolk die Klinke förmlich in die Hand. Die Rainbow WG war Synonym für offene Türen und Gesprächszeiten zu jeder erdenklichen Tag oder Nachtzeit. Tage ohne Gäste gab es eigentlich nie. Wenn doch, war auch sonst niemand da. Im Sommer 2006 zog er dann aus und machte Platz für ihn. Im letzten halben Jahr lernten dann auch Mittweidas Dorfjugendliche unsere WG kennen, nachdem wir ihnen freundlich den Weg zu uns mit fliegenden Gurken und Tomaten wiesen.

Die letzte Zeit ist geprägt von Auszugsgedanken und Packen. Alte WG Bewohner verlassen die WG, Andere nur zeitweise. Bleibt zu hoffen dass die WG auch weiterhin legendär bleibt. Markus, finde coole Mitbewohner und mach das Beste daraus!

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