und bevor ich es vergesse…

Bei Myspace ist immer was los. Aktuell hab ich einen ganzen Packen neuer Songs hochgeladen. Gern schauen und freuen und anderen weiterpetzen. Kritik aber doch eher an mich. Klick mich!

Scheuklappen

eine Gastbloggerei von Fin. Diesen Beitrag hat er auch auf myspace unter seinem Pseudonym “Alec Troniq” gebloggt. An dieser Stelle sei erwähnt das man Fins “Alec Blog” nun auch unter blog.alectropolis.de findet. Bis der Blog fame ist und natürlich darüber hinaus darf ich weiterhin einige Beiträge fietschorn.

Kürzlich bin ich aus London zurück gekehrt, wo wir für I Sweat Blood Studioaufnahmen gemacht haben. Englische Hauptstadt oder jede andere Großstadt.. in neun Tagen Metropole saugt man so einige Eindrücke auf - bei jeder Busfahrt, jedem Einkauf und jedem Versuch, sich durch Verkehrs- und Menschenmengen zu kämpfen. Auf Dauer eine Überforderung aller Sinne: Wälder aus Werbeflächen, Warn- und Hinweisschildern, Abgasgestank aus Fahrzeugen und Belüftungsanlagen und ein Klangteppich, der nur nachts inne hält, wenn die Stadt sich von ihrer selbst erholt.

Klar, genau das (und alles Andere) sucht der trendbewusste Mensch und feiert seine Sophisticatedness. Was wollen die denn alle? Keine Ahnung. Wissen die es? In jedem modernen Shoppingtempel bekomm ich Schwindelanfälle, Schweißausbrüche, weiche Knie. Wenn mich Blingbling, miteinander vermischte Duftwolken aller Art und soviel Pseudostil auf einmal penetrieren, beginne ich nervös, immer schneller zu laufen. Wie ein misanthroper Footballer weiche ich allen aus - ihr kriegt mich nich!! Zu gern würd ich dieses bunt gefärbte Pornopärchen weg checken, mich über die Linie retten, hinter der ich im frischen Gras lande, mich meines städtischen Kampfanzuges entledige und höhnisch kichernd im Gemüse tolle.

Jaja.. übel altmodisch, der Junge vom Dorf, ne? …In solchen Momenten erkenne ich, dass es mir bisher ganz gut gelungen ist, mir die Scheuklappen manch moderner Menschen fern zu halten. Dass es Leute gibt, die die Welt noch mit einem Bewusstsein warhnehmen und beobachten können. Zum Beispiel wie ein Rudel kläffender Köter einem Stock hinterher srpingt, den das Herrchen ja noch in der Hand hält - und sich köstlich darüber amüsiert.

Die Ur-Emos

Man erkennt den gemeinen Emo ganz leicht. Längere schwarzgefärbte Haare, verbunden mit einem überdimensionalen Scheitel. Abgefuckte, aber dennoch irgendwo individuelle Klamotten a la Shirts mit der Aufschrift “Commodore”. Der Emo kuckt stets schlecht gelaunt und hört den ganzen Tag Musik, die ihm zu genau diesem Gesichtsausdruck verhilft. Aber ein Emo ist friedlich und tut niemandem was. Der will nicht mal spielen.

Soweit die Theorie, soweit das Bild vom Emo gestern.

Zum Verständnis, hier: How to be Emo:

Der Emo heute ist anders. Der neue Emo war gestern noch der Proll von der Tanke mit Nike Air Max. Nach Buffalos mit Megaabsätzen kamen New Balance, Air Max und eine getunte Karre. Aber irgendwie reicht das nicht mehr. Da der ExProll/NeuEmo aber nicht von gestern ist, hat er sich ganz fix was abgekuckt. Im letzten Frühjahr/Sommer begannen sämtliche Stylomaten plötzlich wieder ihre Palitücher aus den Ecken zu kramen. Machten sich die Dinger um ihre Hälse. Im Club! Im Sommer! Bei 50°! Das gefiel dem Proll und er wollte das auch. Dummerweise gabs noch keine Palitücher im H&M. Also noch ein halbes Jahr gewartet und - voila - hier haben wir ihn nun. Den ExProll/Neu Emo 2008.

proll

Aber wer um Himmels willen kam darauf, sowas wie auf dem Bild oben mit einem Emo gleichzusetzen. Wegen den Palitüchern? Gar wegen irgendwelcher Glitzeraccesoires? Hab ich beim gemeinen Ursprungsemo nie gesehen. Ich warte auf Erklärungen.

Bis dahin kuck ich mir was emotionales an. Natürlich keine typischen Emovertreter, aber rein frisurlich und klamottich schon viel eher am Uremo als der Kollege mit seinem Becks Gold da oben.

Bei genauem Blick erkennt man noch das Viva 2 Zeichen. Da werd ich glatt zum Emo und fang an wie meine Großeltern zu klingen… Hach waren das Zeiten…

Am schönsten ist die Szene in der die Kassiererin auf das Geld der älteren Kundin wartet. Dieser Gesichtsausdruck. Die Leute in der Schlange. Die kucken alle Emo! Ich mag diese Lebenssituationsstudien.

Breaking News - Immobilienkrise hausgemacht!

Ich kann da nur zustimmen. Eigene Erfahrung beitragen? Gerne doch?

Ein vier Quadratmeterwindfang vor einem Balkon ist in einer Beschreibung einer Zweiraumwohnung schon gern mal Raum Nummer “2″, angepriesen als Schlafzimmer. Für alle die in Mathe schlecht waren. 4 m² sind 2 Meter mal 2 Meter…

Anderes Beispiel. Man sitzt seit Stunden vor dem PC, glotzt stumpsfinnig von einem Wohnungsangebot zum nächsten. Alles Prachtwohnung, alle in “bevorzugter Lage”. Alle “ruhig, und dennoch zentrumsnah” gelegen. Wie sticht man als Wohnungsverwalter/Vermieter da am besten heraus? Ganz einfach. Man schockiert!

ich warte

Im Exposé selbst stand unter genau diesem Bild “ich warte”.

Paralysiert und geblendet stand ich auf. Lief durch den Raum. Was sollte das alles? Meinen die das als Drohung oder ist das ein bestimmter Code? Dieser Blick, darunter “ich warte”… Auf jeden Fall ein Eyecatcher, aber eben keine gute Wohnung.

Eine gute Wohnung haben wir jetzt aber doch gefunden. Ein Traum mit Loggia und Einbauküche. Eine der ersten Anmerkungen der jetzigen Mieterin beim Besichtigen war dann auch, dass im Haus keine lauten Quälgeister wohnen. Niemand wartet. Super!

PS: Wer ab Mitte/Ende August ne Wohnung in Dresden braucht. Bittesehr! Bei genauer Betrachtung fällt auf, dass ich die Immobilienmaklerrhetorik schon gut drauf habe ;)

Justice - Stress (video)

Alex und seine Droogs taten es. Die Typen im neuen Justice Video tun es auch. Kloppen, drohen, rauben. Der Unterschied zwischen den Typen aus Clockwork Orange und denen im neuen Justice Video sieht trotzdem aus wie ein Vergleich zu den verträumten 60er Jahren und heute.

Anno 2008 geht es eben etwas härter zur Sache als noch 40 Jahre zuvor. Für meinen Geschmack ist das allerdings ein bischen zuviel offensichtliche Provokation von Justice. Das Lied ist schlecht und nervt nur. Aber um im Gespräch zu bleiben wird eben so ein extremes Haudrauf Video gedreht. Eine kurze selbstironische Stelle fand ich jedoch ganz spaßig. Die imaginäre Jugendbande zockt ein Auto und drinnen läuft der Sommerhit von Justice aus dem letzten Jahr: “Dance”. Mit einer kurzen abfälligen Bemerkung kloppt einer der Typen daraufhin auf das Radio ein.

Wer es sehen will - hier ist das Video, sieben Minuten Stress:

Justice - Stress


Hach ja - watn Stress!

Was für ein Tag. So viel Stress und so viel zu tun. Ich könnte mir manchmal selbst einen peitschen, wie ich das alles unter einen Hut bekomme. Aber hey, schließlich hab ich meinen total modernen Fritzblog, auf den ich all meine Termine gekritzelt habe.

Sage und schreibe 4 Wohnungsbegehungen habe ich heute, das will erstmal bewältigt werden. Stress pur, aber was sag ich euch, das kennt ihr ja alle selbst.

Dann, gestern, Männertag/1.Mai. Straßen voller Handwagen und brünftiger Affen. Okay, das ist in meinem Stadtteil jetzt per se nichts ungewöhnliches, aber eine Häufung war gestern schon noch zu bemerken. Wenigstens richtig schlechtes Wetter hätte ich allen gewünscht, aber nein, gerade gestern musste es ja trocken bleiben. F*ck it! Ihr merkt, ich bin ein Riesenfan primitiver Saufgelage. Ihr merkt sicher auch dass ich heut nur dünnes Zeug blogge, deshalb bin ich jetzt einfach mal still, denn ich habe in Wirklichkeit gar nichts weiter zu sagen.

Schönes Wochenende ^^