Führungsfigur
Man stelle sich vor, Kurt Beck fährt nach New York und hält vor hundertausenden Menschen eine Rede am Times Square. Eine flammende Rede, alle jubeln ihm zu und das - obwohl er nichteinmal ein US amerikanischer Politiker ist. Er kommt als Bürger Deutschlands, nicht als Kanzlerkandidat, ach nein, die K Frage steht ja auch in Deutschland noch als. Er kommt eben einfach.
Klingt alles sehr merkwürdig und unvorstellbar, alles in allem ist dies gestern jedoch passiert, jedoch genau umgekehrt. Die Details dazu findet man heute an jedem Kiosk. Gibt es eigentlich noch Kioske? Heißt es Kioske? Kioski? Egal ich schweife ab.
Was also bewegt 200 000 Menschen dazu, eine Art Fanmeile für einen amerikanischen Senator zu veranstalten. Was bewegt sie dazu, ihm zuzujubeln als sei er der Heilsbringer für die nächste Dekade? Wegen seiner inhaltsschwangeren Rede, in denen er mehr militärisches Engagement von Deutschland fordert? Das versucht Georgie schon seit Jahren und wird dafür verachtet, oder nicht?
Aber nein, ein bischen die Berliner Seele bauchpinseln, was sie doch für ne super Luftbrücke hatten, verbunden mit dem Drang zu Freiheit blabla… Dazu noch eine äußerst charismatische Persönlichkeit, die mitreißen kann.
Charismatische Persönlichkeiten, die mitreißen und begeistern können… hundertausende bei seinen Reden… viel Jubel, kaum Kritik…
“Ich kaufe ein H”
Vergleiche sind an dieser Stelle auf keinen Fall gerechtfertigt und angebracht. Verrückt und beängstigend finde ich nur die Tatsache, wie viele Deutsche sich vom Fleck weg, so sehr und ohne wenn und aber dafür begeistern können.
HEL
Grpßartig, der Jambaklingeltonhandyspeakerinbusundbahnaufdrehfraktion richtig eins vor den Latz geknallt.
Der HDL-Song von Jasper bei myspace und bei YouTube.
[via]
Alec Troniq @ Ornö 2008
Ornö ist eine Mischung zwischen Kunstaustellung, Vernisage und Musikinstallation. Anfang Juli war es wieder soweit. 2 Bilder von der VA und ein Video vom Liveact von Alec Troniq folgen:


Koks vs Jauch
Ich mach ja in letzter Zeit gern Rechnungen auf. Eine Idee kam mir heute als ich den Artikel hier las. Grundtenor: Ein Gramm Koks vernichtet vier Quadratmeter Regenwald.
Da müssen sich die Säufer ganz schön anstrengen um den Druffis die Stirn zu bieten.
Will heißen, der ökologisch denkende Kokser muss zum Ausgleich für ein Grämmchen vier Kästen Krombacher nachschieben. Prost!
Selletarh
IDM im weitesten Sinne wollte ich im letzten Post natürlich nicht grundsätzlich dissen. Ich mag diese Musik ganz gern, hörs mir ganz gern mal an, aber für ein Festival ist es mir entweder zu ruhig, wie hier am Beispiel vom Nachtdigital Act Four Tet zu sehen:
oder es geht mir ziemlich schnell auf die Nerven, wie hier zB Venetian Snares:
An und für sich noch mal klargestellt. IDM ist per sé nichts schlechtes. Ich hab wirklich Tracks für mich entdeckt die mir wirklich gefallen, besonders die ruhigen Sachen von Four Tet. Für ein Festival wärs dennoch nix für mich, weil halt einfach zu ruhig.
Aus Interesse hab ich mich gestern abend noch mal ein paar Minuten vor meine Maschinchen gesetzt und selbst kurz probiert so eine Musik zu machen. Das Ergebnis gibts hier.
Gebts mir! ;)
Kommentare
… gehen ja meist unter weil sie auch zu Beiträgen geschrieben werden können, die schon etwas älter sind. So geschehen zu meinem Nachtdigital 2008 Post Mitte April. Da sich Bernard aber so eine Mühe gegeben hat, fände ich es schade, die Antwort einfach so verfallen zu lassen.
Hier aber zunächst sein Kommentar, der durchaus auch funktioniert wenn man den Artikel dazu vorher nicht gelesen hat:
Vielen Dank für das intensive Studium meines Blogs.
Generell sollten wir aber zunächst mal bei den Fakten bleiben. Ich suche kein IDM, wann habe ich das bitte gesagt??? Ich finde diese Art von Musik überbewertet und gehe sogar noch einen Schritt weiter. Leute (wie du?) haben IDM für sich entdeckt, weil andere elektronische Musik sie nervt oder nicht mehr anspricht. An und für sich nichts schlimmes, das Problem ist nur immer wieder dass sie ihre neue Errungenschaft wie ein Pokal stolz in die Höhe recken. Niemand darf ihn anfassen, schließlich hat man ihn ja allein gewonnen. Viel schlimmer als die Neider sind dem Pokalhochrecker allerdings diejenigen, die sich gar nicht für den Pokal oder das interessieren, für was er grade den Pott bekommen hat. So anscheinend auch hier.
Ich sage das mir das Line Up des Nachtdigitals in diesem Jahr nicht gefällt. Du fühlst dich dadurch scheinbar persönlich verletzt. Den Grund dafür würde ich allerdings gern noch nachgeliefert bekommen. Vielleicht googlest du die Seite ja bald wieder und kannst es mir beantworten.
Persönlich beleidigt schließe ich daraus, weil du danach nichts konstruktives mehr schreibst, sondern nur noch kläglich versuchst, mir irgendwie mehr schlecht als recht ans Bein zu pieseln.
Aber ich will mal nicht so sein und dir versuchen alles zu erklären. Mal wieder Modeselektor beim Nachtdigital zu sehen wär nicht so meins, sag ich dir ganz ehrlich. Den Grund hast du ja sicher im Distillery Post selbst schon gelesen. Dass du es dann aber schaffst, Modeselktor mit NRJ zu verbinden, ist schon ein dolles Ding. Noch da zu in dieser Art und Weise… Was genau soll deine Aussage bezwecken? Mit was verbindest du NRJ? Was ist schlimm daran Radio zu hören? Lebst du medientechnisch etwa inzestiös?
Für mich gehört Radio genauso zum täglichen Medienkonsum, wie Fernsehen und Internet, mehrmals pro Woche sogar ne Tageszeitung. Das in meinem Autoradio nur Infokanäle eingespeichert sind, ist ebenso egal wie die Tatsache dass ich morgens zum Müsli NRJ höre. Als wenn ich mich dafür schämen müsste….
Was das Thema Justice angeht, wüsste ich doch gern was ich mit Justice zu tun habe? In nem Post zum Stress Video habe ich mal geschrieben dass ich das Lied scheiße finde, thats it!
Wie kann sich ein Mensch nur so geben? Was sind seine Beweggründe - und - am wichtigsten, was ist die NRJ Schule?
Bin ja gespannt ob meine Brieftaube ankommt….
Bis dahin bleibt mir nur zu sagen:
na denn, adieu und weiterhin viel spaß mit deinen meerschweinen baguettes
das Benzin-Öl Mysterium
Es ist leider nicht online nachzulesen, aber in der gedruckten Ausgabe der Süddeutschen Zeitung rechnet Rudolph Chimelli am 25. Juni folgendes vor:
Als am 1. Januar 2002 der Euro eingeführt wurde, kostete ein Barrel Erdöl auf dem Weltmarkt 72 Dollar. Da der Dollar damals 1,20 Euro wert war, betrieb der Preis für dieses Fass umgerechnet 86,40 Euro. Dieser Tage wurde das Barrel mit 137 Dollar gehandelt, das macht zum Tageskurs des Euro von 1,56 Dollar, genau 87,18 Euro. Der Preis ist also kaum höher als vor 6 Jahren. Der Benzinpreis ist allerdings zwischenzeitlich um über 50 % gestiegen. Wo mögen die Gewinne aus dieser Differenz nur geblieben sein?
Finde ich mehr als nur interessant.
[via]


