AAA und die Wurzeln von Electro

eine Gastbloggerei von Fin. Diesen Beitrag hat er auch auf myspace unter seinem Pseudonym “Alec Troniq” gebloggt.

Am Samstag spiele ich, wie im vorigen Blogeintrag erwähnt, eine Livebattle mit Analogue Audio Association (AAA). “Livebattle” oder auch Zusammenspiel - mal sehen, es gibt kein Konzept, wir werden uns einfach zusammenstöpseln und experimentell kombinieren.

Bei der Gelegenheit hab ich mich mal intensiv mit der AAA beschäftigt, die aus den Dresdnern Tilo Manig und Jörn Wahr besteht. Beide entstammen dem 1970er Baujahr und haben schon in der DDR mit elektronischer Musikerzeugung experimentiert. Zusammen machen sie das Label Placid Records und übrigens auch die Shirt-Druckerei Geoeff.net. Dabei entdeckte ich deren Website, auf der ich nun schon seit 2 Stunden herumstöbere und mich nebenbei von der Musik berieseln lasse. Sehr spannend, mit vielen Geschichten und Erklärungen rund um elektronische Musikerzeugung: electromat.de. Ist ja zu Zeiten von Myspace und des Fassadenpolierens auch selten geworden, dass sich hinter der Hochglanzmaske noch Inhalt verbirgt. ;)

Jedenfalls fiel mir auf, dass die beiden aus ihrem Gerätepark der alten Schule wirklich etwas zaubern, was der Hardware musikalisch gerecht wird. [für die Laien: Achtung, jetzt wird’s fachlich ;] Ich persönlich bin ehrlich gesagt kein Fan des Analog-Junkie-Tums, auch wenn die alten elektronischen Klangkisten geil klingen, Spaß machen und man damit auch noch schön technisch tun kann. Aber wenn ich mich von der “analogue is all” Hysterie im Bereich der Musikproduktion abwende, dann nur weil viel zu viele Dilletanten am Werk sind, die einem was von warmem Sound und Charakter erzählen wollen, aber völlig vergessen, dass dahinter ein kreativer Kopf zu stecken hat, der ein Fünkchen über die Erzeugng musikalischer Asthetik wissen und können sollte. Allzu oft sind solche faszinierenden Geräte nämlich führungslose Raumschiffe im Autopilotmodus - schade drum. [Fachbereich Ende]

Go to Beatport.com Get These Tracks Add This Player

Was die Musik angeht, verkörpern die Beiden auf gewisse Weise aber auch ein Ideal. Ein Ideal, dass sich um den wahren Electro dreht - einer Kultur, in der die gesamte moderne elektronische Pop- und Unterhaltungskultur begründet ist; die - wie ich glaube - in ihren damaligen Ursprüngen genau diesen zufkunftsträchtigen Neuanfang zu vermitteln suchte. Diese Wurzeln sind in dresdens Subkultur jedenfalls noch sehr aktiv, wobei ich z.B. auch an die Jungs von Idealfun und die passende Location namens Galerie Disko denke. Davon solltet ihr euch jedenfalls am Samstag auf der 4 Jahre banq.de Party überzeugen!

Kommentare

3 haben ne Meinung zu “AAA und die Wurzeln von Electro”

  1. AM on April 22nd, 2008 9:16 pm

    den weiterverlinkung von dem angegeben Link electromat.de klappt nicht.
    Wieso verlinkst du auch über myspace?

  2. Alec Troniq on April 23rd, 2008 2:18 am

    Ups, das is ärgerlich.
    Und zwar, weil dieser Eintrag ein Zitat meines Blogs bei Myspace ist. Jeder Link wird dort unvermeidbar in einen Myspace-Link umgewandelt und funktioniert scheinbar auch nur von dort aus.

    hier also die richtigen links:

    http://electromat.de
    http://www.myspace.com/placidrecords
    http://www.geoeff.net
    http://www.myspace.com/idealradio
    http://www.myspace.com/galeriedisko

  3. Stefan on April 23rd, 2008 9:50 am

    hab die links mal geändert… sorry for that, da war ich wohl n bissel fix

Schreib doch was