Tonight - Mr Flash
Wo genau, weiß ich noch gar nicht, irgendwo in Leipzig halt, dortsein werd ich aber mit Sicherheit.
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eigentlich sollte es ruhig werden…
…wurde es aber nicht. Zugegeben, damit konnte niemand rechnen, nicht mal ich selbst. Silvester am Arsch der Welt, wo die Mutti nunmal gern feiert. Okay, aber dafür wirklich wunderschön. In diesem Sinne, ein frohes Neues…
Es ist… es ist… neeeeein! Es ist ein Stock!
Es ist schon ne Farce. Da lösch ich mein Studivz Profil in diesen glasigen Zeiten schon so gut es geht, damit mir niemand an die persönliche Wäsche kann und dann kommt er mit einem Stöckchen in dem ich mich quasi nackich machen soll. Als ich noch völlig integrierter VZ Benuter war, gehörte ich sogar zur Gruppe “Wann sterbe ich endlich, weil ich keine Kettenbriefe beantworte”. Schwierige Sache. Er hats gut gemeint, von daher mach ich noch mal mit. Ansonsten aber die Bitte, die Stöckchen in Zukunft an mir vorbeizuleiten. Read more
aus Haß wird Kaak
Man könnte auch sagen, aus Hackepeter wird Kacke später.
Aber von Vorn. Kurzurlaub war angesagt, nach Feldberg. Klingt wie ein Ort in einem netten deutschen Mittelgebirge, lag aber in Mecklenburg Vorpommern. Eigentlich fast noch in Brandenburg. Egal. Feldberg lag halt inmitten der sogenannten blühenden Landschaften Ostdeutschlands. Schon auf der Autobahn Richtung Stettin wurde es irgendwann erstaunlich ruhig. Hier mal ein Kleintransporter, dort ein polnischer Pendler. Sonst nix, so fährt man gern. Irgendwann mitten im Wald war es dann aber soweit. Die Autobahn spuckte uns aus, rotzte uns an irgendeiner Abfahrt ins brandenburger Flachland.
Bis Feldberg ging es nun noch mindestens eine Stunde durch die Pampa. (Achtung, unglaubliches Wortspiel folgt) Von nun an ging es bergab. Vorbei an Orten, in denen sich menschliches Leben nur noch erahnen ließ. Einsamkeit und weites Land. Eigentlich was schönes, aber irgendwie doch depressiv.
Ein Landstrich in dem in einem 10km Radius der einzige kulturelle Höhepunkt irgendein Germanenkrug in einem Nest ist, was mal mehr als 10 Einwohner hat. Kirchen, die rufen “Ich bin ein Star, holt mich hier raus”. Recht haben sie, die Kirchen - gemauert aus Findlingen, die man hier aufgrund der letzten Eiszeit häufig findet. Menschliche Findlinge sieht man dagegen nur sehr selten, trotz emotionaler Eiszeit. Mancher Ort erinnert einen an eine Leiche. Man weiß, da war mal Leben, genau so sicher ist man jedoch, das der Tod unumkehrbar ist.
Man sagt ja immer “no jokes with names”. Aber wenn Ortsnamen ihren Namen zurecht tragen, dann kann man sich ein schmunzeln kaum verkneifen. Zwei Beispiele:


Dann, irgendwann… Feldberg! Wie eine kleine Perle, FengShui -mäßig angeordnet in einer Seenlandschaft. Irgendwie schön, nach all der Depression vorher. Voila, Feldberg!

Viel los war auch hier nicht, jedoch gab es Menschen und der Ort hatte Charme. Nicht zuletzt durch die glückliche Lage an den Seen bedingt. Kulturell wird auch richtig was geboten:

Wenn einer eine Reise tut…
Ich ja fuhr diese Woche Bahn. Was blieb hängen?
Chemnitz - der Anfang
Chemnitz hat einen kalten, kalten Bahnhof. Zugluft en Masse bei gefühlten Minus 10 Grad. Das ganze 7:15 Uhr bei fast noch kompletter Dunkelheit. Am Bahnsteig alte Leute, Geschäftsreisende und auch Verrückte. Verrückte Starlight Prolls die bei den gerade genannten Witterungsbedingungen im T-Shirt rumstanden und im gegenseitigen Gruppenposen vom Zittern ablenkten. Köstlich.
Im Zug war es dagegen schon angenehmer. Ein nettes Viererabteil gehörte mir und der Zug tuckerte so langsam durch das morgendliche Chemnitz gen Nürnberg. Die Sonne ging grad auf. Alles wirkte sehr geschäftig. Ein schönes Bild, trotz Chemnitz.
Bis Zwickau keine besonderen Vorkommnisse.
Plauen - Loriot steigt zu
In Plauen stieg ein älterer Mann zu. Er und (vermutlich) sein Sohn, der ihn wohl zum Bahnhof brachte, verfrachteten einen riesigen Koffer ins Abteil. In mein Abteil. Aber das war nicht sonderlich schlimm. Der ältere Herr machte nicht nur einen sehr sympathischen Eindruck mit seiner sehr höfliche Art zu grüßen und seinem Stil sich zu kleiden, nein, er sah Loriot auch zum verwechseln ähnlich. Auch die Verabschiedungszene von seinem mutmaßlichen Sohn war sehr stilvoll. Der Zug fuhr überaus ruckartig an. Loriot (ich nenn ihn jetzt einfach mal so) konnte sich gerade noch an einer Stange festhalten, tat dies allerdings extrem stilvoll trotz des wohl schon hohen Alters. Gleich darauf zückte er seine Baskenmütze vom Kopf um seinem Sohn noch so lange nachzuwinken, bis dieser in der Ferne verschwand. Die andere Hand natürlich noch immer die Stange umklammernd. Sehr stilvoll. Sehr “gestern”. Aber genau deshalb auch sehr faszinierend.
Von Plauen bis weit nach Hof war die Zugfahr dann aber dafür alles andere als faszinierend. Kurven, Kurven, noch mal Kurven. Links, rechts, bremsen, anfahren, neigen, zurückneigen. Es war zum kotzen. Im wahrsten Sinne. Wenn das die vielbeschworene Neigetechnik sein sollte von der man schon so viel gehört hat, verzichte ich gern dankend darauf. Loriot allerdings schien das schon gewöhnt zu sein. Er packt behände ein liebevoll gepacktes Päckchen mit Proviant aus. Ebenfalls wieder sehr Oldschool das Ganze. Bemme mit Butter. Dazu ein hartgekochtes Ei, ein wenig Salz to go und natürlich die obligatorische Thermoskanne. Trotz zahlreicher Kurven beherrschte er das Spiel zu Essen und gleichzeit das Gleichgewicht der Sachen auf seinem Tisch zu halten perfekt. Eine Hand war permanent für das Halten des Eies reserviert, die Andere balancierte stets behende die Thermoskanne, die Butterbemme oder das Salz auf dem Tisch aus. Sehr stilvoll wieder mal.
Grenzerfahrungen
Plötzlich wurde aber auch Loriot nervös. Kurz zuvor vernahm ich bereits vom Viererplatz auf der anderen Fensterseite hastige Blicke von zwei anderen Fahrgästen, die schon im Zug saßen als ich einstieg. Was war passiert? Die beiden Menschen vom anderen Fenster waren völlig unabhängig von Loriot nervös geworden. Merkwürdig. Ein paar Laute der Beiden vom anderen Tisch schwappten dann schließlich zu mir rüber und es fiel mir wie Schuppen aus den Augen. Natürlich! Hier irgendwo war sie! Die innerdeutsche Grenze. Wir waren kurz vorm goldenen Westen. Bis kurz vor Hof ließ ich mich dann von ihrem Fieber anstecken und versuchte herauszufinden wo denn nun die Grenze verlief. Irgendwo muss doch noch was zu sehen sein. Eine Mauer. Oder wenigstens ein Zaun. Ein kleiner Wachturm viellicht? Nix. Bis wir in Hof ankamen deutete absolut nichts daraufhin hin, dass wir gerade eine Stelle passiert hatten, die bis vor ein paar Jahren noch Welten trennten.
Hof…
Aber was heißt hier Welten. Kuck ich mir Hof aus dem Zug an, stell ich kaum noch unterschiede zu Zwickau oder Plauen fest. Zumindest vom Zug aus. In Hof hingen die Wolken tief und noch grauer als gerade noch in Plauen. Riesige Containerberge türmten sich auf der rechten Seite und auf der linken Seite torkelte ein Alkoholiker über den Bahnsteig. Verwirrt ging die Fahrt weiter.
Deutlich besser allerdings, da die Kurven verschwanden und sich das Wetter wieder besserte. Außerdem war Loriots Eigeruch aus dem Abteil verschwunden. Nach gefülten 5 Stunden durch die Tundra kam der Zug dann endlich in Nürnberg an.
tbc, oder auch nicht. Je nach Lust und Laune. Stoff gäbe es genug.
Eigenständiges befristetes Bahnticket
Man sieht ja immer so viel. Im Fernsehen. Das die Bahn dauernd streikt, das Kunden zittern müssen ob ihre Züge fahren. Bis vor kurzem stand ich dem Ganzen als Permanent- und Immerautofahrer recht gelassen gegenüber. Wann fahr ich schon mal Bahn? Nun fahr ich aber morgen nach Baden Württemberg und hab ein Bahnticket sehr günstig erworben. Günstiger als Auto halt.
Und nun ging das Zittern los. Wieder Streik oder doch keiner?
Samstag prescht Mehdorn nach vorn, plaudert Interna aus Gesprächen mit der GDL aus. “Halt die Fresse” denk ich. Wenn der Schell das hört, saugt der doch die Lokführer sofort wieder zurück an die Streiktransparente.
Sonntag bestätigt Mehdorn das Ganze dann auch noch mal. Alle Medien sind sich schnell einig das er damit neuen Streik provoziert. Bei mir geht das große Zittern weiter und ich denk wieder “Halt die Fresse”. Bis dahin dann noch kein Statement von GDL Schell.
Montag dann die Erleichterung. Schell ist stinksauer, will aber weiterverhandeln, ergo nicht streiken. Soll er doch stinksauer sein, denk ich mir und komm zum Schluss: “Halt die Fresse Schell, ich will doch nur Bahn fahren”. Kann ich ja nun auch.
Eigener Tarifvertrag. Pfft. Wo kommen wir denn da hin…
Dem Wahn erlegen
Ich hab grad zum ersten Mal Lotto gespielt. Es geht ja um ein bischen was. Schauen wir mal. 6 Reihen 6 aus 49 und dann noch das obligatorische Spiel 77 und Super 6 Dingens. Da hat man in Statistik nun so viel gelernt. (n über k und so ein Schnulli) und ich fall trotzdem auf diesen Hokus Pokus rein. Was solls, ich hoffe ich bekomm mein Gewinn wenigstens wieder raus.
Ach so. Falls es ab Mittwoch verdächtig ruhig hier auf dieser Seite wird, lieg ich mit Sicherheit schon auf den Malediven und kenn euch alle nicht mehr ;)
Guter Morgen
Guten Mutes gehts in eine neue Woche. Nach gefühlt hundert Jahren scheint die Sonne mal wieder im dunkelsten Ort Sachsens und auch sonst geht es gut vorran. Ein guter Job liegt in greifbarer Nähe, am Ende dieser Woche steigt ne tolle Party in Dresden. Ich hab mal wieder einen Track gebaut, eigentlich eher einen Remix, aber auch der klingt mittlerweile ganz passabel. Außerdem gehts im Dezember gleich zweimal in den Urlaub. Einmal 4-Sterne Entspannung und Wellness für 4 Tage und dann noch kurz vor Weihnachten nach Basel. Herz was willst du mehr.
Party On
Partydienstag in Mittweida. Überraschend viele WGs laden heute zum Stelldichein. Durch die Flure der Medienhäuser schallmeit es ab und zu auch ganz vertraut daher… Party in der Rainbow WG. Oha, denk ich mir, ein Party in einer Location die es gar nicht mehr gibt? Sehr merkwürdig…
Gute alte Tugenden leben übrigens weiter in der WG formaly known as Rainbow WG. Wo wir grad dabei sind, liebe Neulinge in Mittweida. Dieser Name resultierte aus dem Geist der dort lebenden Bewohner. Dieser Geist ist ein anderer geworden. Also auch kein Name Rainbow WG mehr. Das verbitt ich mir doch sehr. Zurück zu den guten Tugenden. Man will nicht Jeden reinlassen, eingeladene Gäste bekommen einen Button. Yeah! Anders hätten wir es damals auch nicht gemacht, gut gelernt! Außerdem, wen man nicht mehr leiden kann, den lädt man nicht ein.
By the Way, ich bin nicht eingeladen - und das nach den vielen Jahren dort in diesem schönen Gemäuer. Naja, man kann sich seine Nachmieter halt nicht aussuchen. Obwohl, eigentlich konnten wir das damals schon. Leider ahnten wir nicht… nein lassen wir das. Ich bin nicht eingeladen und wein mir deshalb heute abend die Seele aus dem Leib.
Sollten nicht sogar die Brothers Incognito oder irgendwas prollig adäquates dort anrücken? Frag mich was aus diesem Vorhaben geworden ist…
Stell dir vor…
… dass sich die Zahl der gehörten Podcast an einem einzigen Wochenende um 208 Stück erhöht hat, ohne das ich einen neuen Podcast online gestellt habe?
… es kommt die Zeit in der ich endlich mal eine neue Podcastausgabe mache. Tu ich heute, versprochen.
… ich bin sehr stolz und erfreut. Nämlich weil sich Max Spallek von MotorFM mindestens einen meiner Podcasts angehört und mir auch noch einen Kommentar hinterlassen hat!
… ich wäre trotzdem peinlich berührt. Denn schließlich bin ich selbst verfechter seiner Meinung und hab mich nur vom Zwang, immer nur superaktuellen Mist zu spielen verleiten lassen. Ein Denkanstoß mit Sicherheit. Danke dafür. Das MotorFM “Soko” allerdings erst so spät ins Programm genommen hat, lag einzig und allein daran dass Fritz eher war, da bin ich mir mehr als sicher :-P
Genug gestänkert, der Montag ist schön, die Sonne scheint und mein Auto ist das erste mal in dieser Saison vereist.



