eine Reaktion!

In Sachen 99drei hatte sich viel angesammelt. Denise hat es hier niedergeschrieben, worauf viele Blogleser, Hörer, Wichtigtuer und Interessierte fleißig kommentierten. Einige kommentierten sachlich, andere spitzzüngig, wiederum andere mimten die beleidigte Leberwurst. Letztendlich ist aber wieder Ruhe eingekehrt und die Vermutung lag nahe, dass die Sachlichkeit den Kinderkram gefressen hatte.

Denkste!

Mein Vorschlag, wörtlich “Wenn wirklich Bedarf besteht, gern in einer persönlichen Runde.” wurde von den entscheidenden Leuten nicht nur ignoriert, nein es wurde auch noch einer obendrauf gesetzt. Die EINZIGE mir bekannte Reaktion außerhalb des schon erwähnten Blogeintrags seitens der Radioverantwortlichen war nicht etwa die kritische Auseinandersetzung mit den genannten Kritikpunkten, nein, man hat anhand der Kommentare gesehen dass ICH tatsächlich noch im Radiomailverteiler bin - und mich dort prompt gelöscht.

Nun bekomm ich keine Radiomails mehr mit aktuellen Schichtplänen und aufmunternden Worten an die Radiomoduler. Aber ich seh das sportlich, schließlich bin ich kaum noch im Radio und der zusätzlich erzeugte Traffic ist ja mit den heutigen Klimaschutzzielen ja wirklich kaum mehr vereinbar. Da es jedoch die einzige Aktion war, für die Denise Blogeintrag gut war, bleibt mir nur zu sagen: “…(beliebige Beleidigung einsetzen)…!!”

mal wieder - mm.de

Neues Jahr, neue Zeitung, neuer Chefredakteur bei der NOVUM. Beim Spiegel sucht man noch, in Mittweida hat man ihn gefunden. Allerdings - direkt neben diesem Artikel zum Thema steht nach wie vor die letzte NOVUM-Ausgabe aus dem Dezember zum Download bereit. Meine Meinung? Arm!

Medienforum Mittweida Fazit #10.000

Schluss aus vorbei. Das Medienforum ist Geschichte. Grund genug auch für mich mal ein kurzes Resümee zu ziehen.

Angefangen hat es für mich am Montagmorgen mit einem Vortrag von Eric Markuse und dem neuen Konzept seines Senders Sputnik. Durch meine Bachelorarbeit war ich bereits ausgezeichnet über Sputnik informiert, konnte mir also nicht all zu viele neue Sachen rausziehen. Allerdings stimmt mich doch eine Tatsache irgendwie, hm, sagen wir nachdenklich. In Zukunft wird wohl Radio im Allgemeinen nicht mehr drumrum kommen auch eine Art visualisiertes Radio anzubieten. Solange sich das Ganze auf programmbegleitende Elemente wie Wetter, Verkehr, Musikinfos etc. beschränkt, seh ich kein Grund zum Klagen. Sputnik fängt nun nächstes Jahr aber an richtige Bewegtbilder auszustrahlen. Sputnik TV quasi. Wenn man sich jetzt noch die anderen Debatten in der deutschen Medienlandschaft ansieht, könnte man zum Schluss kommen, das bald Alle Alles machen. Zeitung ist mit ihren Angeboten im Netz, bietet Audio und Video an. TV ist im Netz, bietet Videos und zeitungsähnliche Inhalte an. Radio ist im Netz, bietet Streams, Podcast und bald auch TVartige Formate an. Ich will jetzt grundsätzlich den schwarzen Peter nicht an spezielle Medien verteilen. Ich gebe nur zu bedenken das es auch mal diese All-In-One Drucker gab, oder noch gibt. Billig faxen, drucken, kopieren, scannen, Kaffee kochen usw. Die Geräte funktionieren zwar alle irgendwie, liefern aber nie gute oder sehr gute Ergebnisse.

Dann ging es für mich erst gestern weiter, nämlich mit dem Vortrag “Podcasting und so” von Timo Hetzel. Schon da war eine Tendenz abzusehen, die sich später noch bestätigen sollte. Hetzel stellte wiederholt Fragen ans Publikum, die aber meistens nicht mal verstanden wurden. Eine Wortmeldung brachte ein Vorurteil zu Tage, welches nur von einer Person kommen konnte, die das Wort Podcast gestern zum ersten mal gehört hatte. Umständlich war das Zauberwort. Um Podcast zu hören bedürfe es zu viel Arbeit und sei schlicht zu umständlich, so die komplette Begründung. Bitte? Ipod anschließen und schon gehts los. Synchronisiert sich das Gerät doch von ganz alleine. Nun ja, Viele waren halt doch nur gekommen, weil sie mussten. So ein Monaschein füllt sich ja nicht von selbst. Der Vortrag an sich war okay bis durchwachsen. Besonders viel rausziehen konnte ich mir für mich und meinen Podcast nicht. Erst auf Nachfrage bekam ich erklärt, dass mein Podcast ohne Musik demnächst auf der rechtlich gesehen sichereren Seite wäre. Das ist natürlich ärgerlich, aber ich will ja nichts riskieren. Ein neues Konzept muss also her. Mehr dazu bald hier im Blog.

Im Anschluss folgte der Vortrag von Dr. Jan Schmidt zu den Mythen der Blogosphäre. Ein sehr interessanter Vortrag, trotz der Tatsache dass auch hier einiges schon bekannt war. Besonders die Infos zum Long Tail und der anschließenden kurzen kontroversen Diskussion waren recht amüsant. Außerdem hat sich her Schmidt in Mittweida sehr wohl gefühlt und etwas entdeckt, was uns betriebsblinden Medienstudenten bis dato noch nicht recht auffallen wollte. Chapeaux Herr Schmidt!

Die Zeit verging schließlich und die letzte Veranstsaltung rückte näher. Das Panel “Luftblase oder Evolution, was ist dran an der New Economy 2.0″ begann. Reichlich gefrustet, direkt hinter einem gackernden Hühnerhaufen prämenstruären 07erinnen gelandet zu sein, versuchte ich dem Geschehen vor mir doch einigermaßen zu folgen. Ich würde nicht direkt sagen dass es langweilig war, denn das war es eigentlich nicht. Aber wer Don Alphonso kennt, weiß dass dieser Werbung im Netz verachtet und wer weiß dass der zweite Typ von links Werbung für einen Kaffeeröster im Internet verhökern will (oder auch nicht) weiß ohne viel Anstrengung, dass es an der ein oder anderen Stelle haken wird. Erstaunlicherweise wirkte Herr Meyer (Don Alphonso) sehr sympathisch und stellenweise auch recht zahm. Bei anderen Panels soll es da schon ganz anders zugegangen sein hab ich mir sagen lassen. Haken gab es allenfalls nur kurz, Herr Meyer machte eher einen missionarischen Eindruck indem er sich bei seinen Argumenten gegen den Tchibo Mann nicht direkt an ihn wandte, sondern mit dem Publikum sprach. So nach dem Motto, wer mag keine Werbung? HIER HIER, WIR ALLE HASSEN WERBUNG… YIPPIEH. Wer ist also der Meinung dass wir nie wieder Tchibo kaufen werden? HIEEER, JAAA, NIEDER MIT DEM KAFFEEHANS. WIR SCHEISSEN AUCH DRAUF DASS OHNE WERBUNG ABERTAUSENDE ARBEITSPLÄTZE FLÖTEN GEHEN… Idealsimus gut und schön, aber ich mag es halt nicht wenn es so missionarisch rüberkommt. Zum Glück ist Rainer Meyer nicht dieser Zeuge Jehovas begegnet, der gestern vor der Mensa stand und Wachturmbibeln verschenken wollte. Ein lebendes Pop Up quasi was man nicht wegklicken kann. Ich glaub da hätte es richtig auf die Fresse gegeben (um mal im gestrigen Meyerschen Jargon zu bleiben).

Fader Beigeschmack auch hier wieder. Mindestens die Hälfte der Anwesenden hat nur auf den Augenblick gewartet als es endlich vorbei war und sich die Stempel für den berüchtigten Monaschein abgeholt werden konnte. Es ist einfach ein Gefühl von Fremdschämen wenn man mitbekommt, dass sich einge Studenten die Mäntel unter den Arm klemmen und rauswetzen wenn nur einmal das Wort “Ende” erwähnt wird. Es ist genauso auch peinlich für das Bild der Studierenden wenn der Abschiedsapplaus quasi dazu dient, den vorn noch Redenden das Wort endlich abzuwürgen.

An dieser Stelle ein Riesenlob für die Verantwortlichen und Beteiligten des Medienforums. Ich fands sehr gelungen. Wie es einige Referenten und Besucher fanden oder noch finden werden, kann man hier, hier, hier und hier lesen.

Party On

Partydienstag in Mittweida. Überraschend viele WGs laden heute zum Stelldichein. Durch die Flure der Medienhäuser schallmeit es ab und zu auch ganz vertraut daher… Party in der Rainbow WG. Oha, denk ich mir, ein Party in einer Location die es gar nicht mehr gibt? Sehr merkwürdig…

Gute alte Tugenden leben übrigens weiter in der WG formaly known as Rainbow WG. Wo wir grad dabei sind, liebe Neulinge in Mittweida. Dieser Name resultierte aus dem Geist der dort lebenden Bewohner. Dieser Geist ist ein anderer geworden. Also auch kein Name Rainbow WG mehr. Das verbitt ich mir doch sehr. Zurück zu den guten Tugenden. Man will nicht Jeden reinlassen, eingeladene Gäste bekommen einen Button. Yeah! Anders hätten wir es damals auch nicht gemacht, gut gelernt! Außerdem, wen man nicht mehr leiden kann, den lädt man nicht ein.

By the Way, ich bin nicht eingeladen - und das nach den vielen Jahren dort in diesem schönen Gemäuer. Naja, man kann sich seine Nachmieter halt nicht aussuchen. Obwohl, eigentlich konnten wir das damals schon. Leider ahnten wir nicht… nein lassen wir das. Ich bin nicht eingeladen und wein mir deshalb heute abend die Seele aus dem Leib.

Sollten nicht sogar die Brothers Incognito oder irgendwas prollig adäquates dort anrücken? Frag mich was aus diesem Vorhaben geworden ist…

Lange hast du dich versteckt

Doch nun wirste aufgedeckt. Ich präsentiere ganz proudly: “dem Robert sein Blog”. Schon ne ganze Weile dabei der Gute - und doch ist es ihm gelungen, seine literarischen Ergüsse solange für sich zu behalten. Ab jetzt nicht mehr ;)

[video] Erntedankfest Altmittweida

Für alle Städter, Nichtrauskommer, verkappte Naturverbundene, Dorfliebende usw… klickertrigger.de proudly presents the Erntedankfest Altmittweida 2007.

Ich steh unter Strom (wieder)

Was hab ich gestern nicht alles verpasst. Mein Google Reader zeigt mir weit über 300 ungelesene Items an, viel Arbeit die es da aufzuholen gilt. Aber wer ersetzt mir die gestolene Zeit? EnviaM? Aber alles ganz von vorn.

Nachdem ich gestern früh von ihm aus Leipzig losfuhr, hatte ich schon ein blödes Gefühl. Ich haderte mit mir und meiner Reinlichkeit. Grad mal eine Katzenwäsche hatte es für mich gegeben - und dass, nachdem ich am Montagabend fleißig Umzugskisten schleppte. Jedoch schämte ich mich nicht, schließlich war ich allein im Auto und (m)ein warmes Bad wartete bereits, mich zu reinigen. Warum aber nicht in Leipzig duschen? Ganz einfach, das Bad ist da immer arschkalt, ich hasse das. Aber egal, ich schweife ab.

Gegen 11 Uhr bin ich dann endlich in Mittweida angekommen, mich innerlich noch aufregend, dass sich mein ipod, der erst ein paar Tage alt ist, zum wiederholten male aufgehangen hat, befinde ich mich plötzlich mitten im Ausnahmezustand. Technisches Hilfswerk fährt gehetzt durch die Straßen, hier und da Polizei und allerlei komische orangefarbene “Bauwagen”, die sich erst im Nachhinein als Notstromaggregate entpuppen sollten. What the f*** is going on here? Gefühlsmäßig geschwängert mit Reportagen und Berichten anlässlich des 11. September bei MDR Info, war die ganze Szenerie schon irgendwie schräg.

Ich parke ein.

Gepackt mit meinen sieben Sachen stiefel ich unserem Haus entgegen und ahne schlimmes. Urbans Bäckerei hatte die Rolläden unten, aber ein Schild prangte verzweifelt darauf. “Wir haben geöffnet” Unweigerlich las ich jedes mal wenn ich da vorbei lief “Wir haben trotzdem geöffnet”. Sie konnte einem aber schon leid tun, die arme Bäckersfrau, wie sie dort bei ihren Brötchen und Broten inmitten von 10 Kerzen im Laden ausharrte. Langsam kam ein Verdacht auf, der sich leider alsgleich als absolut richtig herausstellen sollte. Kein Strom in Mittweida. Stromausfall!

“Super, warum auch nicht?” dachte ich mir und fing an, die Gesamtsituation richtig scheiße zu finden. Kein PC, ergo kein Internet. Kein Wasserkocher, ergo kein Heißgetränk. Kein Strom im Gasbeuler, ergo kein warmes Wasser und kein warmes Bad. Das Bad war sowieso dunkel da es über kein eigenes Fenster verfügt. Nach ein paar Minuten des sich geistigen fangens und sacken lassens, werd ich plötzlich von einem Martinshorn, direkt unter meinem Fenster in die Realität zurückgeholt.

“Liebe Bürgerinnen und Bürger, aufgrund eines Brandes im Umspannwerk ist eine Versorgung der Stadt Mittweida mit Strom zur Zeit nicht Möglich” - “Ach nein, wirklich? Erzähl kein Scheiß!” - “Wir konnten einige wichtige Einrichtungen bereits wieder ans Netz nehmen…. bla sülz” Soviel zur Megaphonansage aus einem Feuerwehr Jeep. Zurück in der Realität konnte ich mir dennoch die Kernaussage merken. Bis zum späten Nachmittag sollte das Netz wieder funktionieren. Das wusste ich zwar dank meines noch intakten Handys schon, dennoch beruhigend, es noch einmal von offizieller Seite zu erfahren.

Da ich nun einmal in der Mitte von Nirgendwo gelandet war und das auch noch ohne Strom, versuchte ich das Beste draus zu machen. Bald zieh ich um, also wird schon mal gepackt. Zwei Stunden später war alles an Ort und Stelle und mir langweilig. Ein neues Update verhieß gutes. Im Radio gibt es wieder Strom. Um meine Internetsucht wissend, war ich 10 Sekunden später an Ort und Stelle. Allerdings hatte mir da wohl jemand einen Bären aufgebunden denn es war finster wie im Arsch des Selbigen, dort im Radio. Nur ein einzelner Mensch versuchte krampfhaft die Telefone zu quälen.

Mittlerweile gab es ein Handyupdate, dass sich die Zuschaltung des Netzes vielleicht sogar bis in die Abendstunden strecken konnte. Sowas frisst einen auf und ich überlegte kurzerhand einfach nach Dresden zu fahren. Dorthin wo es Strom, Internet und ein warmes Bad gibt. Aber nix da, eigentlich habe ich ja hier noch viel zu tun. Also auf ins Gefecht, auf zum Markt. Am Markt war Marktag und da es bereits deutlich nach Mittag war, verspührte ich den Drang, mir eine exotische Mahlzeit von den fahrenden Händllern zu gönnen. Es war ein wirklich leckeres Brötchen mit Bismarckhering.

Gut gelaunt aufgrund der kulinarischen Köstlichkeit wanderte ich in mein Domizil um zu lesen. Die Buchstaben hatten ob des Stromausfalls auch schon ein bischen an Spannung verloren, aber ich hoffte einfach, dass sie noch ein bischen durchalten mögen. Nach der Hälfte des Buches wurde ich müde und schlief einfach ein. Gegen 15:30 Uhr wurde ich vom Handy geweckt. Dieses kleine Drecksding ging natürlich noch. Wenigstens. Dann las ich weiter. Das ganze Buch. Strom gabs immer noch keinen. Langsam dämmerte es.

Mir dämmerte es ebenfalls. Nämlich dass es durchaus im Bereich des Möglichen liegen konnte, das ich bald ein wenig stromloses Licht benötigen würde. Zwei Dufktkerzen aus der Wohnung waren mir dann doch ein bischen wenig. Obwohl - bin ich paranoid? Besessen vom Gedanken Licht ins Dunkle zu bringen, watschelte ich zu Rossmann um mir ein paar Haushaltskerzen zu besorgen.

Die Verkäuferin: “Hammse noch kee Strom, hmm?”

Ich: “Nee” (meint eigentlich: “Bist Hellseher, oder?”)

Sie: “Naja, grad wor eehner hier, der hat gemeehnt, sgönndä nor de ganse Nachd dauorn.”

Ich: “Das wär ja furchtbar” (meint eigentlich: gib mir mein Wechselgeld!”)

Den Abend verbrachte ich dann erst im Auto, wo ich in den Nachrichten auf eine Meldung aus Mittweida wartete. Ich wurde nicht enttäuscht. Tatsächlich brachte MDR Info eine kurze Meldung. Um 18 Uhr war noch die Rede von 19 Uhr als Termin für die Wiederaufnahme der Stromversorgung. Ab 18:30 war jedoch nur noch die Rede von den “späten Abendstunden”. Was sind späte Abendstunden, begann ich mich zu fragen. Um elf? Warten wirs ab.

Nun war die Nacht entgültig hereingebrochen über Mittweida. Wer jetzt jedoch vermutet, dass alles schwarz war, der irrte gewaltig. Das Haus gegenüber hatte Strom. Ein Haus mit Büros. Demonstrativ war in allen dekorativ aussehenden Erkerfenstern das Licht angelassen worden. Als wenn man mir direkt die Zunge rausstrecken wöllte. Auch andere extrem wichtige Einrichtungen wurden schon wieder mit Strom versorgt. Kein Geschäft in der Rochlitzer Straße und am Markt, welches nicht seine Schaufensterauslage schön beleuchten lassen konnte. Jeder Dönerladen hatte schon wieder geöffnet und sämtliche Straßenbeleuchtung funktionierte. Und die Häuser? Nichts. Ich kann mir die Schaufenster von Reisebüros Tabakläden und Frisören ankucken und mir zu hause nicht mal n Tee kochen? Irgendwas stimmt da nicht. Es war mittlerweile schon gegen 21 Uhr. Kein einziger dieser kleinen beschissenen 18Uhr-Bürgersteighochklappläden hatte da noch offen, das nur mal am Rande.

Mit der Power von 5 Kerzen hinter mir, las ich dann noch ein neues Buch bis ca. 00 Uhr. Dann war dieser Tag zuende. Heute früh dann inmitten meiner süßen Träume, die furchtbare quälende Stimme von Cherno Jobatey.

Der Fernseher machte mir am deutlichsten und lautesten klar, dass ich wieder connected bin. Es war 7:30 Uhr.

-Nachtrag-

enviaM ist ein einziger riesengroßer Scherzkeks. Ich überlege meinen Schadensausfall geltend zu machen.

Wie kann es eigentlich sein dass in einer Stadt mitten in Deutschland über 24 Stunden der Strom ausfällt und die Informationspolitik dermaßen dünn ist. Ein kleines Trafohäuschen ist schuld daran, dass es über 14500 Haushalte in der Region kalt erwischt und diese dann nicht einmal ordentlich darüber informiert werden.

-Nachtrag2-

Hier und hier gibts auch noch ganz nette Stromanekdoten.

Ich hör doch was…

Irgendwas jammert doch da draußen, denk ich mir. Todesmutig mache ich das Fenster auf und sehe ein dickes Kind oder eine dicke kleine Frau gegen die Wand meines Wohnhaus lehnend, bitterlich weinen. Während ich schreibe schluchzt es immer noch. Die “Eltern” oder Saufkumpanen (je nachdem ob dickes Kind oder dicke kleine Frau) stehen mit Krücken und ALDI Beuteln etwa 50 Meter die Straße weiter und lallen sich unverständliche Worte zu.

zurück in MW

… ist das erste was ich an Menschen heute zu sehen bekam ein junger Mann, der Müll in einem Müllsack aus dem Haus zu einer Mülltonne brachte. Im White Power Pullover. Alles gesäubert in Mittweida…

-Nachtrag-

17:30: Nicht mal 3 Stunden bin ich nun da, da zerplatzt auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Flasche. Ich schaue und sehe eine noch fast gefüllte zerborstene Bierflasche. Ein paar Schritte die Straße rauf sieht man nur noch die wankenden Reste einer eindeutig deutschen Gestalt. Und das am Nachmittag. Ich will hier weg!!!

-Nachtrag2-

21:30: Nun auch mit Bild. Bitteschön.

bierwand

Umzug

Seit heute sage ich dem braunen Herz Sachsens erstmal adé um mich für drei Wochen in der Landeshauptstad Dresden einzunisten. Mit Sack und Pack hab ich mein Reich von hier nach da verlagert. Eigentlich braucht man nicht viel…

(Bilder folgen)

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