Eine Mobilfunkbiografie
Inspiriert durch diesen Artikel möchte ich mich anschließen und eine sogenannte Konsum-Lebenslinie nachzeichnen. In Form meiner Mobiltelefone.

Ein Nokia 5110 war Anno 1999 mein erstes Mobiltelefon. Später wurde dieses Monstrum noch ein bischen entschlackt, indem ich einen neuen schmaleren Akku dazukaufte. Außerdem ließen sich die Oberschalen einfach wechseln und ich besorgte mir eine Look-a-Like Nokia 6110 Oberschale. Dem besseren und coolerem Bruder meines Fons.
Das 5110 hab ich totbenutzt, ich kannte alle Funktionen und hatte sogar einen recht beachtlichen Highscore im Snake. Das nächste Telefon jedoch bot so viele neue Möglichkeiten, dass ich sie beim besten Willen nicht ausschöpfen konnte.

Dieses Gerät war Anno 2001 revolutionär, besaß es doch als eines der ersten Telefone überhaupt einen integrierten Mp3 Player. Zwar nur mit lächerlichen internen 32MB Speicher, aber immerhin. Eine halbe Stunde Musik, immer dabei. Codierte man seine MP3s auf Mono, kam man sogar leicht auf das doppelte an Zeit. Außerdem gab es nun Schnickschnack wie “WAP”. Jedoch zu teuer und auf nem Monochromen Display nicht all zu schick. Auch die Spiele waren längst nicht so schön.
Aber das Telefon gefiel mir und so gab es im Anschluss gleich den Nachfolger.

Das Tolle an diesem Gerät war die fast verschwundene Größe. Es sah aus wie ein normales Ei, war tatsächlich auch nicht viel größer. Im Gegenteil, flacher war es auch noch. Allerdings nutzte sich die so genannte Slide Funktion bald ab mit der man das Tastaturfeld zum Vorschein bringen konnte. Außerdem ging es ständig aus. Eine MP3 Funktion gab es nicht mehr, dafür war jetzt das Display bunt und grobpixelig.
Trotz allem war ich von der Größe begeistert, Funktionalität war dabei schon länger aus meinem primären Fokus verschwunden. Funktionen… pff! Hauptsache das Ding sieht gut aus, war die Devise.

Wie gut passte es da, dass Motorola mit seinem neuesten Coup ganz auf Style machte. In der Tat war dieses Telefon sehr stylisch und extrem flach. Überall passte es hin und funktionierte dazu noch wirklich gut. Kein Grund zu meckern also? Über die Menüführung allerdings schon. Alles wirkte wie in einem Labyrinth, noch nach über einem Jahr der Nutzung deckte ich Funktionen auf die ich vorher nicht kannte, oder halt einfach nicht fand. Außerdem war die Kamera, die nun mittlerweile bei jedem Handy standartmäßig dabei war, unterirdisch.
Ich wollte also ein tolles Menü und eine adäquate Kamera am Handy. So kam ich zu meinem aktuellen Fon.

Durch das Menü seh ich bis heute nicht durch. Außerdem ist das Handy riesig. Aber die Kamera ist toll. Außerdem gibts nen MP3 Player mit 2Gigabyte Speicher dazu. Blöd nur wenn man schon einen mit 80 Gigabyte hat.
Fazit: klein muss es sein und gut aussehen. Der Rest ist mir schnuppe.
Kommentare
4 haben ne Meinung zu “Eine Mobilfunkbiografie”
Schreib doch was













wie du stunden- und tagelang nach dem perfekten handy gesucht hast! und alle möglichen funktionen drauf haben wolltest! und jetzt hier so einen auf geläuterten machen: klein muss sein und gut aussehen. haha. aber dieses nokia is ja auch unpraktisch. und irgendwie auch ab und an mal komisch kaputt, oder?
ja, geläutert triffts… drecksfon…
geile handychronik!
hat mich an die handyprügel erinnert, die ich früher hatte ;)
ps, der trend geht ja jetzt zum dritthandy :)
LOL@stefan!!!!
naja, ich bin mit meinem eigentlich recht zufrieden. die kamera könnte noch ein stück besser sein, dann wärs nearly perfect. ich liebe ja nokia. aber deins wär mir auch bissl zu viel des guten. nutze ja mein handy für alles: mp3, fotos, telefonieren. brauch deswegen keine anderen endgeräte. auch jut.
was als nächstes (sommer 08) dran sein wird. mal sehen. auf jeden fall keine high-tech-bude mit dem ganzen gedöns..