Für ruhige Minuten

eine Gastbloggerei von Fin. Diesen Beitrag hat er auch auf myspace unter seinem Pseudonym “Alec Troniq” gebloggt.

Meine hier zu findenden gelegentlichen Gankenverlautbarungen sollen eigentlich nich zu einem Musikblog mit Musikempfehlungen werden. Denn wie bereits erwähnt, begebe ich mich selbst so gut wie nie auf die Jagd nach neuer hitstrebender Musik - zu ängstlich bin ich vor negativen Einflüssen auf meine eigene kreative Individualität ;) Andererseits wird die immer vielfältiger werdende Musikflut zu gern von selbst ernannten Musikkennern und Trendsettern für uns alle meinungsbildend vorsortiert und somit wiederum an Einfältigkeit bereichert. Fühlt sich doch eigentlich viel besser an, eigenhändig Songs und Tracks zu finden, die sich perfekt ans eigene Persönlichkeitsprofil schmiegen, oder?

Beim Durchatmen zwischen meinen momentan ausgedehnten Produktionssessions geriet ich aber doch mal ins Stöbern. Zunächst stieß ich auf einen Animationskurzfilm namens The End.

Meine Interpretation erspar’ ich uns, aber ich mag ihn sehr - vor Allem aber wegen der Filmmusik von Arnaud Liefooghe. Dieses Stück, das übrigens auch den Namen The End trägt, lässt in meinem Herzen einfach die Sonne aufgehen.

Seither lässt mich der Franzose regelmäßig im Automobil dahin schmelzen.

Und zwar mit instrumentellen Balladen, in denen Pianos so unendlich viel mehr erzählen, als Texte je zum Ausdruck bringen könnten. Vintage-E-Instrumente treffen 60s/70s-Ästhetik trifft Fahrstuhlmusik trifft Emotionen. Klingt-wie-Band-Vergleiche stinken und hinken, aber ohne, dass es jemand merkt, hat sich hier das Wörtchen Air hinein gemogelt… ;)
Auf Arnaud Liefooghe’s liebevoll gestalteter Website kann man Einzelstücke sowie ein komplettes Album herunterladen: Sketchesscreenplay.free.fr

Wen es, wie mich, weiter nach gefühlsentfachender Musik dürstet, der sollte sich auch das Soloprojekt Sea Of Love gönnen. Weil die Dresdnerin Marie-Sophie Kanske eben nicht mit übertriebener Medienpenetranz glänzt, sondern mit Sanftheit berührt, entsteht für mich beim Hören ein Eindruck von besonderer Intimität. Ich hoffe, ihre CD wird bald fertig und sie lädt mal wieder zu einem gemütlichen Konzert.
Es lohnt, die Sachen mal auf sich wirken zu lassen. Aber bitte nicht zwischen aktuellen Sommerhits und Fußball-Euphorie! ;)

Kommentare

2 haben ne Meinung zu “Für ruhige Minuten”

  1. axel on Juni 18th, 2008 11:36 pm

    ist schon erstaunlich was ein paar wärmende synthesizer-harmonien so anstellen können. wenn da nicht wieder der moog im spiel war. interessanter tipp. kannte diesen liefooghe noch nicht. den vergleich mit air finde ich durchaus treffend. ebenfalls sehr schön: die musik von fräulein kanske. wieso muss ich erst aus dresden wegziehen, um dann in anderer leute blogs diese musiker zu entdecken ;-) auf das konzert hätt ich auch lust…

  2. Alec Troniq on Juni 19th, 2008 2:32 pm

    Sie arbeitet gerade an ihrem Album, wozu es dann auch ein Konzert geben wird. Sie tritt wohl auch in mehreren Kooperationen auf - dazu einfach mal in ihrem Myspace stöbern :)

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