Mr Flash - Review

Stell dir vor EdBanger ist in der Stadt und keiner geht hin. So (fast) geschehen am vergangenen Samstag im ehemaligen Club 17 zu Leipzig. Ich hatte mit allem gerechnet, mit Hypejüngern und Stylokids in Neonklamotten, mit bärtigen Undergrundstulzen und Uffie Look-a-Likes. Nicht aber damit das es verhältnismäßig leer wurde. Dass der Club nicht mehr in Benutzung war konnte man gut an der improvisierten Bar sehen. Machte aber alles nix, schließlich ist es ja keine Disco und was ist schon Ambiente? Pff.
Der Sound war in Ordnung und die Einstimmung war sehr funky und gediegen. Hier und da dann doch mal ein olles AC/DC Basecap, oder eine Neonklamotte von H&M, alles in allem jedoch ein sehr unspektakulärer - und wenn ich an den Latzhosenträger denke, sogar ein wenig dörflicher Dresscode. Aber was solls, man war ja nicht zum Gaffen gekommen und so flossen die Biere in Mengen, die Musik wurde allmählich schneller und lauter. Voller wurde es allerdings nur spärlich, sehr zu meiner Verwunderung, schließlich war es schon fast um Eins. Als dann Mr Flashs Homie anfing die Platten und CDs zu drehen füllte es sich dann doch noch etwas, von einem vorher halb leeren zu einem dann sehr angenehm gefüllten Club. Jeder der bärtigen Franzosen drehte dann abwechselnd mal an den Drehreglern des Mixers bis die Lautstärke allmählich zu einem leichten Taubheitsgefühl im Gesicht führte. Dann begann Mr Flash und es gab kein halten mehr. Der gut gefüllte Club bebte, schrie, pogte, lag sich in den Armen und goss mir vor lauter Ekstase einen Becher Energydrink über den Kopf. Aber who cares? Wo vom vielen Tanzen und Springen bisher der Schweiß von der Stirn tropfte, floss nun halt ein Red Bull. Erstaunlicherweise war das aber alles furchtbar egal und in diesem Moment sogar irgendwie passend. Man klopfte sich mit dem vermeintlichen “Täter” kurz ab, um kurz darauf gemeinsam weiterzuschreien und zu springen. Während ich so sprang und jaulte kamen mir abstruse Gedanken. “Normalerweise gibt es immer Momente wo die Musik anfängt langweilig zu werden, warum passiert das hier und jetzt nicht?” Verrückt, aber sobald es tatsächlich geschah und die Musik kurz abflachte, dreht Herr Flash sie einfach weg um gleich darauf das nächste Kaninchen in Form von einer schwarzen Scheibe aus dem Hut zu zaubern. Unmöglich den Floor zu verlassen! Neues Bier zu holen war eine Qual, konnte man doch mindestens 2 Minuten nicht weiterspringen. Aber da es ja abseits des Tanzflures nicht sehr voll war mussten durstige Kehlen nicht lange auf Nachschub warten. So ging es dann weiter und weiter und weiter… Irgendwann forderte das viele Bier dann doch seinen Tribut und zwang mich ins Nest. Ein toller Abend mit einem angenehm gefüllten Club, netten Leuten und super Musik.
Note 1
Kommentare
Eine Meinung zu “Mr Flash - Review”
Schreib doch was













nagel aufm kopp, war echt ein richtig gute party und ein toller einstieg ins nightlife nach der langen clubabstenenz.