Vom Pragmatismus und Wellensittichen
Ich bin ein Kulturpragmatiker. Schau ich einen Film, kommen mir die Schauspieler zwar meistens bekannt vor, die Namen behalt ich aber fast nie. Habe ich einen Film gesehen, kann ich nach einer halben Stunde kaum noch Details wiedergeben. Auf Fragen wie “Der hat doch da und dort mitgespielt” reagiere ich meistens mit einem Achselzucken. Bei der Frage nach Regisseuren ist dann aber der Ofen gänzlich aus. Ich schau bei Filmen vor allem nach den Inhalten, dem Anspruch und nach meinen subjektiven Sympathien.
Gleiches Spiel bei Musik. Ich bin kein guter Songtext-Zuhörer. Für mich sind Dinge wie ein schöner Beat, eine tolle Gitarre oder ein richtig knackiger Synthi ausschlaggebend für meine Sympahiebekundungen einem bestimmten Song gegenüber. Soll da ruhig noch jemand vor sich hinbrabbeln. Mir ist das in sehr vielen Fällen egal. Die Texte kann ich sowieso nicht mitsingen weil ich sie mir einfach nicht gemerkt habe. Kann ich dann doch mal einen Song mitsingen ist das sicher durch das Wellensittichphänomen begründet. Tausend mal gehört, beim 1001 mal nachgeplappert.
Vielleicht begründet sich dadurch auch meine besondere Affinität zu elektronischer Musik? Unerschöpfliche Stilmittel die einen auch beim millionsten Song noch flashen können. Eine klar zu erkennende Funktionalität (Tanz gefälligst!) und keine oder kaum Texte die sich jemand wie ich sowieso nicht merken kann. Pragmat durch und durch. Und Musikfaschist. Eine Wahnsinnskombi.
Kommentare
3 haben ne Meinung zu “Vom Pragmatismus und Wellensittichen”
Schreib doch was













Dito - absolut!
Richtig!
Zitat: “Fuck the message - it’s all about the Benjamin!”
Zitat: Ich bin kein guter Songtext-Zuhörer. Für mich sind Dinge wie ein schöner Beat, eine tolle Gitarre oder ein richtig knackiger Synthi ausschlaggebend für meine Sympahiebekundungen einem bestimmten Song gegenüber.
right man!
Bei der Filmsache, weeßte ja, da binsch meestor! :D